Sucht, Kohlenhydratensucht

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12 Ursachen für zwanghaftes Essen

1. Essen als zwanghafte Reaktion auf kulturellen Druck

2. Pfunde als Schutzwall gegen Liebe und Intimität

3. Essen als Sofort-Befriedigung

4. Essen als Beruhigungsmittel

5. Essen als Problem-Verdrängung

6. Essen als Strafe gegen sich selbst oder andere

7. Essen als Mittel gegen Depressionen oder Stress

8. Essen als Rebellion gegen sich selbst oder andere

9. Essen als Ausdruck eines Kontrollbedürfnisses

10. Essen aus falscher Wahrnehmung des eigenen Körpers

11. Essen als Auswirkung von emotionalen Erinnerungen an den Esstisch der Eltern

12. Essen als Befriedigung des Liebes-Hungers

Erste Ursache: Essen als zwanghafte Reaktion der Gesellschaft

Noch nie zuvor in der Geschichte sind soviel Zeit, Geld und Energie verwendet worden, um Menschen zum Essen zu drängen und gleichzeitig von ihnen zu erwarten, dass sei schlank bleiben.
Willkommen in der Matrix, unsere Welt, die uns sozialisiert, konditioniert und manipuliert.

Diese verrückt machenden Medienbotschaften haben uns zu einer vom Essen besessenen und von der Fettleibigkeit geplagten Gesellschaft gemacht.

Wenn Sie schon gefastet haben, ist es Ihnen bestimmt aufgefallen, dass sie von allen Seiten mit dem Thema Essen bombardiert werden.

Und die unterernährten Models verkaufen uns in der Werbung Cola, Hamburger und Diätlimonade, Süßigkeiten, Alkohol usw.

Probleme unseres Wohlstandes. Es ist sehr schwer geworden, an allen Imbissbuden und Restaurants vorbeizugehen und der Versuchung zum übermäßigen Essen zu widerstehen oder den Kühlschrank nicht zu öffnen.

Es ist schwer zu sagen: ich bin anders, ich will kein zwanghafter Esser sein.

Und ich will nicht die nächste Diät ausprobieren.

Zweite Ursache: Pfunde als Schutzwall gegen Liebe und Intimität

Aus der Kindheit stammende Ängste vor menschlicher Nähe oder sexueller Nähe.

Bedürfnis nach Isolation.

Vermeidung der Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität.

Viele zwanghafte Esser versuchen, ihre Sexualität zu leugnen, zu unterdrücken, oder zu verstecken.

Der Teufelskreis der Abhängigkeit

Das Essen stellt zwar ein Problem dar, ist aber nicht das eigentliche Kernproblem. In Wirklichkeit besteht das Problem in Abhängigkeit, Liebes-Hunger und Depressionen.

Essprobleme sind Verdeckung, Verleugnung des tieferen Problems. Wenn ich nur 5 kg abnehmen kann, dann verschwinden alle mein Probleme…..

Erster Schritt: Durchbrechen der Verleugnung (Alkoholiker, Bulimieker)

Die Wahrheit kann der Schlüssel zur Heilung sein. Nur wer die Wahrheit über sich kennt, kann sich aus der Abhängigkeit befreien.

Essen als Selbsthypnose, als Betäubungsmittel um emotionalen Schmerz zu bekämpfen und als Treibstoff, um den Teufelskreis in Bewegung zu halten. Selbstbestrafung und Schuldgefühle (was alles hat man sich angetan) Selbsthass

Liebeshunger

Niedrige Selbstachtung (emotionaler Schmerz)

Süchtig-machende Stoffe

Konsequenzen

Schuld und Schamgefühl

Selbsthass

Wieder Liebeshunger

Nahrung für das hungrige Herz

Leeres Herz / Leerer Magen

Das Essen wird niemals in das Herz gelangen und den Hunger stillen, den man dort empfindet.

Jedes Menschen-Kind kommt mit dem Bedürfnis auf die Welt, geliebt zu werden. Wenn ihre Eltern emotional für sie da sind, werden Kinder mit einem gefüllten Herzen aufwachsen und dann als Erwachsene in der Lage sein, die Herzen anderer zu füllen.

Manche laufen mit einem emotionalen Vakuum, das darauf wartet, gefüllt zu werden, zu saugen, zu ziehen, etwas in sich aufzunehmen.

Menschen mit einem solchen Herzenshunger stopfen ihren Magen voll in dem Bestreben, ihr Herz zu füllen.

Je mehr Sie sich mit dem Magen beschäftigen, desto weniger emotionale und psychische Energie können Sie in ihr Herz investieren.

Erschöpfung

Konstantes Geben, Versorgung

Beruflicher Erfolg

Hohe Ansprüche

Kaum Zeit, Ihr Herz zu füllen

Immer, wenn der Wunsch nach übermäßigem Essen Sie überkommt, können Sie sich fragen: ist mein Magen, oder ist mein Herz hungrig?

Kohlenhydratesucht

Das Problem insbesondere bei ärmeren Leuten ist, dass sie sich kohlenhydratreich ernähren, also Fertigzeugs mit allerhand Zuckerzusätzen essen sowie außerdem viel billige Getreideprodukte.

Nudeln, Weißmehlzeug und ähnliches.

Die Folge ist, dass nach der Mahlzeit der Blutzuckerspiegel  raufschießt, Insulin wird ausgeschüttet, der Zucker wird zu Fett umgewandelt und eingelagert, der Blutzuckerspiegel sackt wieder ab, und schon hat man wieder Hunger. Das wäre eigentlich kein Problem, denn dann könnte der Körper ja einfach den Zyklus umgedreht wieder abfahren und die Energie aus dem vorher gespeicherten Fett wieder entnehmen, dann würde man auch nicht dick.

Das tun auch alle Organe so - mit Ausnahme des Gehirns. Wenn man sich an die Droge "Kohlenhydrate" erstmal gewöhnt hat, giert das Gehirn danach und macht ohne Kohlenhydrate einen kalten Entzug durch. Schwindel, Kopfschmerz etc. sind die typischen Folgen dieses kalten Entzugs.

Ohne diese Kohlenhydratsucht würde das Gehirn nämlich bei Unterzuckerung ebenfalls (von Übergewichtigen ganz zu schweigen) locker für einen ganzen Monat genug Energie mit sich herumtragen, aber 12 Stunden nach der letzten Mahlzeit kollabiert man.

So wäre der Mensch in der Zeit vor dauergefüllten Kühlschränken NIEMALS durch die Evolution   gekommen!

Es gibt aber einen einfachen Trick, wie man das hinbekommt: Indem man die Entzugssymptome ignoriert und im einfachsten Fall fastet. Einem ansonsten gesunden Menschen macht das überhaupt nichts aus, es ist nur der kalte Entzug, der erstmal unangenehm ist. Will man die Umstellung weniger heftig, kann man erstmal nur sämtlichen Zucker (auch aus Fertiggerichten, Fruchtsäften und im Kaffee!) aus dem Ernährungsplan streichen.

Das Gehirn fordert daraufhin mehr Zucker an, den die Leber auch erstmal liefert. Bis deren Vorräte alle sind. Dann aktiviert sich der Sympathikus, Adrenalin wird ausgeschüttet, und das Gehirn hat eine großartige Idee: Wenn zu wenig Glukose im Blut ankommt, reißt man einfach mal den Hahn auf und erhöht den Blutdurchsatz. Also weiten sich die Gefäße im Gehirn, das ist die Ursache der Kopfschmerzen an dieser Stelle.

Die Leber schaltet um auf Fettstoffwechsel, allerdings können Fettsäuren die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Es werden aber noch weitere Produkte produziert, namentlich die Ketonkörper, und die kommen im Hirn an. Es kann die "eigentlich" auch Verstoffwechseln und damit laufen, nur muss das Gehirn dazu ein bestimmtes Enzym herstellen, und genau DAS verlernt es, wenn man es fortwährend mit Kohlenhydraten zuknallt.

Deswegen fängt man dann an, nach Aceton zu riechen, weil das Gehirn als Großverbraucher erstmal ein Problem hat, das als Treibstoff anzunehmen. Der Körper reguliert dann den ph-Wert des Blutes, indem er die Ketonkörper u.a. über die Atmung loswird. Evolutionär gesehen ist das aber nicht der Normzustand, weil der Körper ganz bestimmt nicht kostbare Energie einfach wegatmet.

Das Gehirn findet sich nun innerhalb von etwa 2-3 Tagen mit dem Entzug ab und beginnt, dieses Enzym herzustellen. Damit kann es nun auch auf Ketonen laufen, wie das evolutionär eigentlich vorgesehen ist, und dann geht es einem auch deutlich besser.

Das Bemerkenswerte ist nun, dass das Gehirn sich "merkt", wie es in so einer Lage dieses Enzym herstellen kann, so dass beim nächsten Mal das Anlaufen deutlich zügiger geht, und das Gehirn dann recht lückenlos auf Fettstoffwechsel umschaltet.

Hierzu muss man aber regelmäßig entweder fasten (wenn man sowieso zu viel wiegt, ist das ja unkritisch) oder eine kohlenhydratfreie Ernährungsweise aneignen. Wenn man diesen ganzen Zyklus aber nicht kennt, begreift man nicht, dass die Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme usw. bei Kohlenhydratmangel lediglich Entzugserscheinungen sind, sondern schiebt welche nach und wird deswegen immer dicker.

Ganz besonders fatal sind dann übrigens Mahlzeiten, wo Kohlenhydrate und Fett kombiniert sind. Das raufschießende Insulin schafft dann nicht nur die Kohlenhydrate aus dem Blut, sondern auch gleich das Fett (und direkt auf die Hüften). Nudeln mit fetter Soße, Pizza mit Käse, Schokolade usw. machen deswegen sehr schnell dick. Solche Speisen sind billig und bequem.

Daraus zog man die Schlussfolgerung, das Fett wegzulassen, weil das in der Kalorienbilanz dieser Speisen dominiert. Ist nur leider die falsche Schlussfolgerung, weil das Problem nicht das Fett ist, sondern die Kohlenhydrate, die erst den Insulinflash verursachen (und dann den nächsten Heißhunger Stunden danach)