Lektion 7: Rückfallprävention und Nachbetreuung. Ernährungstipps

Lektion 7: Rückfallprävention und Nachbetreuung. Ernährungstipps

Lektion
Materials

Rückfallprävention und Nachbetreuung

Aus der Opferrolle in die Verantwortung; Entscheidungen treffen

  • Schütze Dich vor einem Rückfall
  • Verstehe, wie Du eine Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp verhindern kannst

Rückfall ohne Gesichtsverlust

  • Ein Raucher bleibt immer ein Raucher; der Ex-Raucher ist ein “nicht-rauchender” Raucher.
  • Ein Ex-Raucher bleibt immer gefährdet. Aus dem Raucher kann nur ein “nichtrauchender” Raucher werden. Für ihn gilt, dass er nie wieder eine Zigarette rauchen sollte. Denn der Ex-Raucher, der auch nach Jahren der Abstinenz wieder zu einer Zigarette greift, erlebt eine ähnliche Bedürfnisbefriedigung wie früher. Irgendwann raucht er auch wieder die zweite Zigarette. Die lange Pause “beweist” lediglich, dass er gelernt hat, mit der Zigarette “verantwortungsvoll” umzugehen. Dabei gibt es nun kein Hindernis mehr; die Abstände zwischen den einzelnen Zigaretten werden immer kürzer. Die Erfahrung zeigt, dass der Raucher – ohne ein entsprechendes Coaching – in der Regel in ein bis zwei Monaten wieder seine alten Rauchgewohnheiten annimmt.
  • Durchschnittlich brauchen Raucher vier bis sieben Versuche, bis sie das Rauchen endgültig aufgeben können. Zwar gibt es Raucher, die schon beim ersten Versuch das Rauchen für immer aufgeben. Die meisten Raucher aber brauchen mehrere Versuche. Es gilt folgender Grundsatz: je mehr ernsthafte Entwöhnungsversuche ein Raucher durchführt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er endgültig rauchfrei bleibt.

Raucher, die während oder nach einem Raucherentwöhnungsprogramm wieder anfangen zu rauchen, haben dennoch “mit Erfolg” teilgenommen. Für sie war die Teilnahme ein weiterer ernsthafter Versuch, rauchfrei zu werden. Rückfälle sind wichtige Erfahrungen. Ein Rückfall bedeutet keineswegs Versagen.

Es zeigt sich nur, dass man noch weitere ernsthafte Versuche braucht! Positive Zuwendung durch den Coach und die Familie, die Kollegen, den Chef !!! stärken unser Selbstbewusstsein, sie heben die Stimmung, sie geben uns ein Gefühl der Zufriedenheit und der Ausgeglichenheit.

“Anerkennung und Aufmerksamkeit – Lob – Dankbarkeit. Freude, Stolz – Bewunderung.“

Das rauchfreie Leben und die BIG Ernährung

Allgemeine Überlegungen

Auf Energie basierende Systeme – so auch unser Körper als das vollkommenste Kraftwerk – funktionieren optimal, wenn sie mit dem richtigen Brennstoff versorgt werden. Ein gesundes und dynamisches Zellgleichgewicht wird durch eine Energieaufnahme, die der Energieabgabe entspricht, aufrechterhalten.

So, wie der menschliche Körper ein Teil der Natur ist, so ist auch der optimale für den Körper vorgesehene “Brennstoff” ein Bestandteil der Natur: das naturbelassene Nahrungsmittel. In Dosen konserviert, gekocht oder mit Mikrowellen behandelt, ist Nahrung nicht mehr natürlich. Von Natur aus sind kein in Zucker-Sirup schwimmendes Obst oder chemisch-konservierte Getränke (wie z. B. Limonaden) vorgesehen.

So, wie wir heutzutage die Nahrungszustände (“junk food” = Imbiss-Nahrung) als selbstverständlich hinnehmen, so haben wir auch jahrelang das Rauchen als selbstverständlich hingenommen und die von ihm ausgehende Gefahr ignoriert.

 

Energie, die unser Körper benötigt, entsteht durch die Aufnahme von Nahrung, die uns in unverfälschtem Zustand zur Verfügung steht.

Es ist zunehmend festzustellen, dass sich ein neues Gesundheitsbewusstsein verbreitet: die Menschen entwickeln ein anderes Verbraucherbewusstsein, sie gelangen zu der Erkenntnis, wie wichtig eine richtige Ernährung ist. Sie haben ein Bedürfnis nach körperlicher Bewegung, nach Stressreduzierung, nach einem “gesunden Leben”. So kommt es letztlich auch zu “Nichtraucher-Kampagnen”.

Ernährungsgrundsätze

Der Mensch, der beschlossen hat, “rauchfrei” zu leben, sollte seine Essgewohnheiten sofort umstellen. Denn: wer “rauchfrei” werden will, der will auch “gesund” werden! Dazu gehört es, mit Genuss zu essen, sich immer satt zu fühlen, sich auf eine Mahlzeit zu freuen und – das ist das Wichtigste! – immer ein vernünftiges Gewicht zu haben.

Die Lösung

Diätpläne, Hungerkuren, Kalorienzählerei, dogmatische Verhaltensregeln, Pillen und Pülverchen kann man getrost “über Bord werfen”. Warum braucht man nach einer Tasse Kaffee oder Tee morgens eine Zigarette? Oder nach einem reichhaltigen Mittag- oder Abendessen? Man hat sich so programmiert. Man fühlt sich satt, der Körper muss seine Energie benutzen, um die meist überflüssige und nicht zusammen gehörige Nahrung zu trennen und zu zerkleinern. So holt man sich einen künstlichen Energie-Schub durch eine Zigarette. Damit man sich diesen Energieschub nach der Zigarettenentwöhnung nicht durch Süßigkeiten oder durch Alkohol zuführt, sollte man zur Regulierung des Energiehaushaltes effizientere Nahrung zu sich nehmen.

  • Essen Sie morgens als erstes frisches Obst oder trinken Sie ein großes Glas frischen Fruchtsaft. Sie können so viel Obst essen, wie Sie wollen, mit Ausnahme von Dosenobst. Essen Sie langsam, kauen Sie “flüssig”, trinken Sie in kleinen Schlückchen. Bis zum Mittag essen Sie nichts anderes als Obst, so oft und so viel Sie wollen. Ihr Körper hat nun Zeit, die Nahrung des Vortages zu erarbeiten Im Obst ist genügend Flüssigkeit, die Ihr Körper so dringend braucht. Als “rauchfreier Mensch” brauchen Sie jetzt noch mehr Wasser: einerseits zur Körperentgiftung und andererseits, um die Gewebeflüssigkeit aufzufüllen. Wasser ist bekanntlich ein guter Energieleiter. Je reiner unsere Körperflüssigkeiten sind, desto besser können sie Energie leiten und speichern. Das Wasser aus Früchten ist rein.
  • Zum Mittagessen nehmen Sie z. B. eine große Schüssel Salat, eine Gemüseplatte und eine Vollkornbrotscheibe mit Butter zu sich. Es können auch italienische Nudeln sein oder ein Avocado-Sandwich mit Tomate, Gurke, Kopfsalat und Keimlingen, dazu etwas Mayonnaise oder Butter. Nur frisch und möglichst naturbelassen sollte alles sein. Zum Essen wird nichts getrunken.
  • Zum Abendessen gibt es einen Salat aus frischem Gemüse oder einen großen Cocktail daraus. Danach gebackene Kartoffeln mit Butter oder Reis, dazu eine Auswahl von gedünstetem Gemüse und Salat oder als Hauptgericht einen Reissalat, Fleisch oder Huhn, auch Fisch nach Wahl mit Gemüse und Salat, zur Abwechslung eine köstliche Suppe. Es gibt unzählige Möglichkeiten und Ideen zum Ausprobieren.

 

Das Aufhören mit dem Rauchen selbst ist nicht schwer! Wie sagte Mark Twain sinngemäß?

  • “Das Rauchen aufgeben ist nicht schwer, ich habe es über hundert Mal gemacht!”

Vielen Entwöhnungswilligen erging es ebenso! Es kommt nicht nur darauf an, “rauchfrei” zu werden, sondern auch auf Dauer “rauchfrei” zu bleiben.

Die persönliche Entwicklung zum Raucher, zum gewohnheitsmäßigen Raucher, dauert Monate, ja Jahre. Der Mensch hat seinen Körper das Rauchen gelehrt; daher ist es nicht leicht, dem Körper diese Gewohnheit von heute auf morgen wieder zu entziehen. Viel zu selbstverständlich ist das Rauchen geworden, und der Körper hat sich sehr an das NIKOTIN gewöhnt. Oft geschieht das Rauchen ganz automatisch; dem Raucher wird oft erst nach einigen Zügen bewusst, dass er sich schon wieder eine Zigarette angezündet hat. Hat jemand in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren tagtäglich etwa zwanzig Zigaretten geraucht, dann hat er seinem Körper und seinem Unterbewusstsein über 100.000 Mal mehr oder weniger bewusst den Befehl gegeben, eine Zigarette aus der Packung zu nehmen, sich Feuer zu geben (wobei das Unterbewusstsein jedes Mal in seinem Ur-lnstinkt geschockt wird: ES BRENNT!!!) seine Lungen mehr als 1.500.000 Mal mit Schadstoffen gefüllt. Dabei ist saubere Luft der Energiezufuhrträger Nr. 1 des Menschen (wichtiger als Essen und Trinken!!!)

 

Gemeinsam schafft man es besser!

Eine andere, deshalb auch sehr beliebte Weise an den Rauchenstopp heranzugehen, ist der gemeinsame Rauchstopp. Du fühlst dich sicherer, wenn ein Freund oder ein Familienmitglied mit dir an deiner Seite den gleichen Weg geht. So könnt Ihr alle Stolpersteine gemeinsam gehen und der Versuchung widerstehen. Doch auch hier sollte sich jeder von Euch zunächst die Frage stellen, warum möchte ich den gemeinsamen Rauchstopp? Geht es dir darum, dass du denkst nur wenn andere um dich herum aufhören, schaffst auch du das? Aus dieser Intention heraus zu handeln bringt dich in eine schlechte Position und kann einen erfolgreichen Rauchstopp gefährden. Deine Motivation sollte nicht von anderen abhängig sein, sondern aus dir selbst herauskommen, denn das Handeln von anderen kannst du nicht beeinflussen. Und ein Scheitern eines geliebten Menschen würde dich vielleicht eher dazu verleiten auch nachzugeben. Kommt die Motivation zum Rauchstopp jedoch aus dir selbst heraus und dein Rauchstopppartner kann das gleiche von sich sagen, dann sind das gute Voraussetzungen um den Weg gemeinsam Nichtraucher zu werden erfolgreich zu meistern.

 

Sei ein gutes Beispiel

Die beste Motivation ist und bleibt immer noch mit gutem Beispiel voranzugehen. Zeigst du, dass ein Leben ohne Glimmstängel genauso spaßig und erfüllend sein, ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Liebsten dir folgen stark erhöht. Dies zeigte eine Studie aus dem Jahr 2008, in der die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Rauchstopp zunahm je enger die Beziehung der Personen zueinander war. Schaffte ein Ehe- oder Lebenspartner den Schritt, erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Partner ebenfalls mit dem Rauchen aufhörte um 67 %. Bei Geschwistern waren es 25 % und bei guten Freunden 36 %.

Fazit

Musst auch du leider zugeben “Mein Partner raucht” und würdest du zu gerne daran etwas ändern? Egal ob du eine geliebte Person unterstützen möchtest oder den Weg zum Nichtraucher mit einem Partner an deiner Seite gehst, die oben genannten Tipps helfen dir die Motivation zum Rauchstopp zu steigern, so dass dem Ziel erfolgreicher Nichtraucher nichts mehr im Wege steht.

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